non/anti-objects. berlin

2010 summersemester

seminar /experimental spatial design

„Die Poetik des „offenen“ Kunstwerks strebt, wie Pousseur sagt, danach, im Interpreten „Akte bewusster Freiheit“ hervorzurufen, ihn zum aktiven Zentrum eines Netzwerkes von unausschöpfbaren Beziehungen zu machen, unter denen er seine Form herstellt, ohne von einer Notwendigkeit bestimmt zu sein, die ihm die definitiven Modi der Organisation des interpretierten Kunstwerks vorschriebe. [...] Das „Kunstwerk in Bewegung“ bietet die Möglichkeit für eine Vielzahl persönlicher Eingriffe, ist aber keine amorphe Aufforderung zu einem beliebigen Eingreifen. [...] Der Künstler, so kann man sagen, bietet dem Interpretierenden ein zu vollendendes Werk.“ Umberto Eco, „Die Poetik des offenen Kunstwerkes“ in: Das offene Kunstwerk. Suhrkamp Frankfurt, 1973

Im Mittelpunkt des Seminars steht der Entwurf eines performativen, räumlichen Systems das unterschiedliche Handlungen im Stadtraum ermöglichen kann. Diese non-objects sollen handlungsbezogen und temporär an bestimmten Orten in Berlin „entfaltet“ werden und sich in einer Vielzahl von Situationen und Raumzuständen manifestieren.

/students /tegan emerson, moritz greiner-petter, magdalena heliasz, romy kiessling, naomi mulla, jenny öryd, rotem peleg, gulnara petzold, martina poller, johanna schmeer, johanna tauber, eva temponera, jia zhao

Klasse Raumszenarien /UdK Berlin